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KMU-INSIDER: Wie geht man mit angestellten Verwandten im eigenen Betrieb um

KMU-INSIDER: Wie geht man mit angestellten Verwandten im eigenen Betrieb um, die nur überschaubar nützlich sind?

Entweder ganz am Anfang, um schnell starten zu können, oder auch später, um Kosten und Aufwand (z.B. für Personalsuche) zu sparen, scheint es eine gute Idee zu sein. Den einen oder anderen Job kann doch (hier Verwandtschaftsgrad und Vornamen des Verwandten einsetzen) übernehmen. Was aber, wenn sich im laufenden Betrieb herausstellt, dass das nicht die beste aller Ideen war? Wenn Cousin Walter als Vertriebler nicht wirklich performed? …wenn Tante Berta mit einem modernen Bürobetrieb doch ein bisschen überfordert ist? …wenn Onkel Bert am PC länger für eine E-Mail braucht, als Tante Berta früher auf der Schreibmaschine für einen Brief? …wenn Schwester Alex oder Bruder Alex doch keine so begabten Social Media Manager sind, wie sie dachten? Was dann?

Das ist keine rationelle Entscheidung, sondern eine hochemotionale. Aber bei allen Abwägungen (sind die mir nun ewig böse? …werde ich nie wieder zum Geburtstag eingeladen? …werde ich jetzt enterbt?) Die beste aller Lösungen ist, den Verwandtschaftsgrad einfach zu ignorieren. Letztendlich ist es eine unternehmerische Entscheidung. Was würden Sie tun, wenn es nicht XXXXX wäre? Genau, feuern.

Ich weiß, eigentlich sollte jetzt so etwas kommen wie:

– Reden Sie mit dem/ der Betroffenen in einem persönlichen, ehrlichen Face2Face Gespräch

– Geben Sie ihm/ ihr einen kleinen Verwandschaftsbonus

– Sprechen Sie über vereinbarte Leistungen und Ziele

aber, das haben Sie alles bereits hinter sich, stimmt’s?

Deshalb bleibt der einfache Rat: Los werden, feuern. Je eher, desto besser. Sie würden diesen Artikel nicht lesen, wenn sie es nicht bereits wüssten. Sie müssen ja nun nicht die härteste aller Gangarten einlegen, um die Kündigung zu verkünden. Es ist immer noch Ihr Verwandter. Natürlich werden Sie hier ein bisschen mehr Aufwand machen, ein längeres Gespräch führen, die Botschaft in einem geeigneten Rahmen rüberbringen. Aber die Kernbotschaft bleibt: Retten Sie Ihr Unternehmen und Ihre Nerven. Sie wissen ja: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Tun Sie es. Jetzt.

 

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