Wie du mit Behavioral Economics Gehaltsverhandlungen gewinnst…
und warum es auch bei Kindern funktioniert 😉

Aus meiner Sicht ist fast alles im Leben Marketing.

Sogar Gehaltsverhandlungen.

Sogar Kindererziehung.

Nicht manipulativ, aber bewusst gestaltet.

Behavioral Economics + Perception & Perspective Design bedeutet:

  • Menschen entscheiden nicht rational.
  • Sie entscheiden kontextabhängig.
  • Und du kannst diesen Kontext gestalten.

Hier drei konkrete Anwendungen:

1️⃣ Der Anker-Effekt – Wer den Rahmen setzt, führt

Menschen orientieren sich an der ersten Zahl, die im Raum steht.

In Gehaltsverhandlungen heißt das:

❌ „Was ist denn vorgesehen?“

✅ „Auf Basis meiner Verantwortung und der Marktdaten sehe ich mich bei 115.000 €.“

Du setzt den Anker. Nicht aggressiv. Nicht überzogen. Strategisch.

Perception Design bedeutet hier:

Nicht nur eine Zahl nennen. Sondern einen Bezugsrahmen schaffen.

„In vergleichbaren Unternehmen mit Umsatz X und Teamgröße Y liegt die Rolle zwischen …“

Plötzlich diskutiert ihr nicht mehr OB, sondern WO in diesem Korridor.

2️⃣ Loss Aversion – Menschen vermeiden Verlust stärker als sie Gewinn suchen

Verlust wiegt psychologisch etwa doppelt so schwer wie Gewinn.

Also argumentiere nicht nur mit dem Mehrwert, den du bringst.

Sondern mit dem Risiko, wenn du es nicht tust.

Beispiel:

❌ „Ich steigere den Umsatz.“

✅ „Ohne klare Behavioral-Strategie verlieren wir weiter Conversion und Marge.“

Das ist kein Drohen. Das ist Perspektivenwechsel.

Du verschiebst die Wahrnehmung von

„Kostenfaktor Gehalt“ zu „Risikominimierung“.

📊 3️⃣ Framing – Die gleiche Sache, andere Wirkung

90.000 € Gehalt oder 7.500 € monatlicher Wertbeitrag?

Führungskraft oder Revenue Driver?

Marketing ist Wahrnehmungsgestaltung. Auch in deiner eigenen Positionierung.

Wenn du als VP Marketing wahrgenommen werden willst, dann argumentiere nicht operativ.

Sprich über:

  • Marktanteile
  • Deckungsbeiträge
  • strategische Hebel
  • Behavioral Insights

Perception Design heißt:

Du designst nicht nur deine Argumente. Du designst dein Rollenbild.

👶 Und jetzt humorvoll: Kindererziehung

Auch dort wirken dieselben Prinzipien.

„Wenn du dein Zimmer aufräumst, bekommst du ein Eis“ funktioniert kurzfristig.

„Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, findest du morgen deine Spielsachen nicht wieder“

arbeitet mit Loss Aversion.

Noch stärker ist Framing: Nicht: „Räum dein Zimmer auf.“

Sondern: „Bist du jemand, der Ordnung hält wie ein Ninja?“ 😉

Identität schlägt Anweisung.

🎯 Fazit

Dass ist kein Theoriefach. Es ist Alltag.

  • In Gehaltsverhandlungen.
  • Im Leadership.
  • Im Marketing.
  • Im Familienleben.

Wer Perspektiven gestaltet, gestaltet Entscheidungen. Jederzeit.

Und genau das ist für mich Applied Behavioral Economics.

Dieses Wissen auf alle möglichen Situationen adaptieren zu können verändert Leben.


Zuerst erschienen im Newsletter Wolfgang Weekly @LinkedIn.

🧠 Behavior by Design – Im Alltag

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Wolfgang Gehrer – Keynote Speaker & Verhaltensarchitekt, München

Wolfgang Gehrer ist Keynote Speaker und Redner mit Schwerpunkt Verhaltensarchitektur, Applied Behavioral Economics und Entscheidungspsychologie. Über 30 Jahre Felderfahrung in Marketing, Leadership, HR und Unternehmertum. Buchbar für Keynotes und Vorträge im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Sprachen: Deutsch und Englisch.

Themen: Verhaltensarchitektur · Applied Behavioral Economics · Entscheidungspsychologie · Leadership · Marketing-Psychologie · HR & Organisationsverhalten · Nudging · Unternehmertum · Perception & Perspective Design

Keynote-Formate: 45 bis 90 Minuten. Für Konferenzen, Führungskräfte-Tagungen, HR-Kongresse und Marketingevents.
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