Warum ein suboptimaler Start manchmal der beste Start ist

Erstveröffentlichung in der HuffingtonPost am 04.08.2016


Als ich meine Karriere begann (die ich damals bestimmt nicht „Karriere“ genannt hätte) war ich zuerst ein Hauptschüler ohne besondere Ambitionen und danach ein Handwerker ohne besondere Ambitionen. Mag ja sein, dass erfolgreiche Menschen normalerweise schon sehr früh damit anfangen ihren Weg zu gehen, ich tat es lange nicht. Es dauerte schließlich noch viele Jahre, bis ich doch noch auf die Idee kam, mehr aus meinem Leben zu machen. Nun hatte ich aber zwei Probleme: Ich hatte nicht nur schlechte Startbedingungen, ich war auch verdammt spät dran.
Im Rückblick sehe ich das aber eher als Vorteil. Die klassischen Wege schienen verbaut. Mit 30 Abitur nachmachen und anschließend noch studieren? Eher nicht, ich wäre gefühlt gerade rechtzeitig zur Rente fertig geworden. Also suchte ich mir andere Wege, sehr kreative und unkonventionelle Wege. Diese Vorgehensweisen waren zunächst nicht wirklich frei gewählt, es gab schlicht keine andere Möglichkeit außer der, kreativ zu werden. Aber mit ein bisschen Bauernschläue und ein bisschen Glück ergaben sich nach und nach die ersten Chancen karrieretechnisch vorwärts zu kommen.
Eine bekannte asiatische Weisheit lautet: „Wenn der Schüler bereit ist, dann erscheint der Meister“ und tatsächlich erschienen nach und nach die „Meister“ von denen ich sehr schnell lernte, wie der Hase wirklich läuft. (Erscheinen trifft es hier vielleicht nicht so ganz, manche musste ich auch ganz schön nerven, bevor sie bereit waren, mit mir zu arbeiteten) Von den Besten zu lernen beschleunigte mein Vorankommen ungemein und glich relativ schnell meine Verspätung wieder aus. Heute bin ich glücklich und sehr erfolgreich in dem was ich tue. Im Rückblick bin ich stolz auf mein Underdog-Image, die unkonventionellen Strategien und die verdrehten Wege, die ich gefunden habe und die ich gegangen bin.
Schön und gut, aber was hat das alles mit dir zu tun?
Einige der hellsten Köpfe der Menschheit waren und sind Quereinsteiger oder sind zumindest aus schwierigen Verhältnissen gestartet. Michael Faraday war Sohn eines Schmieds und erlernte zunächst die Buchbinderei, bevor er beschloss sich weiter zu entwickeln. Abraham Lincoln war Farmer, Kaufmannsgehilfe, Landvermesser und Posthalter, bevor er schließlich zu einem der bedeutendsten Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde. Buckminster Fuller wollte nach einem Bankrott und dem Tod seines Kindes Selbstmord begehen, aber besann sich eines Besseren. Er beschloss: „Sein weiteres Leben als Experiment zu verstehen: Er wollte feststellen, was eine einzelne Person dazu beitragen kann, die Welt zum Nutzen der Menschheit zu verändern“ und wurde einer der genialsten Universal-Wissenschaftler seiner Zeit. Das Internet ist voll von Geschichten über Underdogs, die es schließlich doch noch in Angriff genommen haben, ihr Potential zu entwickeln und ein Leben im Lichte ihrer vollen Möglichkeiten zu leben. Von den Karrieren der heutzutage eher bekannten Persönlichkeiten, wie Bill Gates oder Steve Jobs, will ich erst gar nicht anfangen. Wie viel ärmer wäre die Welt, wenn sie alle einfach aufgegeben hätten?
Was ist nun die Kernaussage dabei?
Ganz egal, wo du gerade stehst, oder wie alt du bist. Egal, was du bisher gemacht hast oder wie suboptimal deine Karriere bisher gelaufen ist, du hast noch eine Chance. Es gibt immer neue Wege und Möglichkeiten. Fehler, Rückschläge und miese Startbedingungen können zu Stärken werden. Ich könnte heute keine Vorträge über unkonventionelle Strategien halten, wenn ich eine klassische, geradlinige Karriere gemacht hätte. Ich weiß, dass es dort draußen noch unglaublich viel Potential gibt. Ich habe ein vor einiger Zeit ein Potenzialanalysesystem mitentwickelt und habe dabei so viele brillante Köpfe kennen gelernt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Gemeinschaft deutlich weiter sein könnten, wenn jeder bereit wäre an zu treten und der Welt zu geben, was er bisher zurück hält. In diesem Sinne: Trau dich und fang an.
Auf Huffington:
Als ich meine Karriere begann (die ich damals bestimmt nicht „Karriere“ genannt hätte) war ich zuerst ein Hauptschüler ohne besondere Ambitionen und danach ein Handwerker ohne besondere Ambitionen. Mag ja sein, dass erfolgreiche Menschen normalerweise schon sehr früh damit anfangen ihren Weg zu gehen, ich tat es lange nicht. Es dauerte schließlich noch viele Jahre, bis ich doch noch auf die Idee kam, mehr aus meinem Leben zu machen. Nun hatte ich aber zwei Probleme: Ich hatte nicht nur schlechte Startbedingungen, ich war auch verdammt spät dran.

Im Rückblick sehe ich das aber eher als Vorteil. Die klassischen Wege schienen verbaut. Mit 30 Abitur nachmachen und anschließend noch studieren? Eher nicht, ich wäre gefühlt gerade rechtzeitig zur Rente fertig geworden. Also suchte ich mir andere Wege, sehr kreative und unkonventionelle Wege. Diese Vorgehensweisen waren zunächst nicht wirklich frei gewählt, es gab schlicht keine andere Möglichkeit, außer der, kreativ zu werden. Aber mit ein bisschen Bauernschläue und ein bisschen Glück ergaben sich nach und nach die ersten Chancen karrieretechnisch vorwärts zu kommen.
Eine bekannte asiatische Weisheit lautet:

„Wenn der Schüler bereit ist, dann erscheint der Meister“

und tatsächlich erschienen nach und nach die „Meister“ von denen ich sehr schnell lernte, wie der Hase wirklich läuft. (Erscheinen trifft es hier vielleicht nicht so ganz, manche musste ich auch ganz schön nerven, bevor sie bereit waren, mit mir zu arbeiten) Von den Besten zu lernen beschleunigte mein Vorankommen ungemein und glich relativ schnell meine Verspätung wieder aus. Heute bin ich glücklich und sehr erfolgreich in dem was ich tue. Im Rückblick bin ich stolz auf mein Underdog-Image, die unkonventionellen Strategien und die verdrehten Wege, die ich gefunden habe und die ich gegangen bin.

Schön und gut, aber was hat das alles mit dir zu tun?

Einige der hellsten Köpfe der Menschheit waren und sind Quereinsteiger oder sind zumindest aus schwierigen Verhältnissen gestartet. Michael Faraday war Sohn eines Schmieds und erlernte zunächst die Buchbinderei, bevor er beschloss sich weiter zu entwickeln. Abraham Lincoln war Farmer, Kaufmannsgehilfe, Landvermesser und Posthalter, bevor er schließlich zu einem der bedeutendsten Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde. Buckminster Fuller wollte nach einem Bankrott und dem Tod seines Kindes Selbstmord begehen, aber er besann sich eines Besseren. Er beschloss:

„Sein weiteres Leben als Experiment zu verstehen: Er wollte feststellen, was eine einzelne Person dazu beitragen kann, die Welt zum Nutzen der Menschheit zu verändern“

und wurde einer der genialsten Universal-Wissenschaftler seiner Zeit. Das Internet ist voll von Geschichten über Underdogs, die es schließlich doch noch in Angriff genommen haben, ihr Potential zu entwickeln und ein Leben im Lichte ihrer vollen Möglichkeiten zu leben. Von den Karrieren der heutzutage eher bekannten Persönlichkeiten, wie Bill Gates oder Steve Jobs, will ich erst gar nicht anfangen. Wie viel ärmer wäre die Welt, wenn sie alle einfach aufgegeben hätten?

Was ist nun die Kernaussage dabei?

Ganz egal, wo du gerade stehst, oder wie alt du bist. Egal, was du bisher gemacht hast oder wie suboptimal deine Karriere bisher gelaufen ist, du hast noch viele Möglichkeiten. Es gibt immer neue Wege und Möglichkeiten. Fehler, Rückschläge und miese Startbedingungen können zu Stärken werden. Ich könnte heute keine Vorträge über unkonventionelle Strategien halten, wenn ich eine klassische, geradlinige Karriere gemacht hätte. Ich weiß, dass es dort draußen noch unglaublich viel Potential gibt. Ich habe ein vor einiger Zeit ein Potenzialanalysesystem mitentwickelt und habe dabei so viele brillante Köpfe kennen gelernt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Gemeinschaft deutlich weiter sein könnten, wenn jeder bereit wäre anzutreten und der Welt zu geben, was er bisher zurück hält. In diesem Sinne: Trau dich und fang an – Du hast etwas zu bieten, das die Welt braucht

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